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17.05.2012

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Häcksler

       

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Tipps & Ratschläge rund um Häcksler •

Ratgeber Häcksler

Beim Beschneiden von Büschen und Bäumen entsteht viel Abfall. Wer die Zweige zerkleinern möchte, um sie weiterzuverwenden, kann dafür auf einen Häcksler zurückgreifen. Das Gerät zerteilt Äste in handliche Holzschnitzel, die sich anschließend zum Mulchen oder Kompostieren verwenden lassen. Allerdings unterscheiden sich die einzelnen Gartenhäcksler-Modelle in ihren Eigenschaften deutlich voneinander, so dass man sich vor dem Kauf gründlich informieren sollte.

Die Schneidsysteme

Der wichtigste Unterschied zwischen den Gartenhäckslern ist das verwendete Schneidsystem. Zum einen gibt es Messerhäcksler, bei denen Messer auf einer rotierenden Scheibe sitzen und die Äste in Stücke schneiden. Sie sind günstig in der Anschaffung und arbeiten zügig, sind durch die schnelle Rotation aber auch besonders laut und verstopfen leicht. Das von ihnen verarbeitete Material lässt sich gut zum Mulchen einsetzen.

Zum anderen gibt es Walzenhäcksler auf dem Markt, bei denen die Äste durch eine Walze eingezogen und mit Hilfe einer Druckplatte zu kleinen Stücken zerquetscht werden. Diese Häcksler-Modelle arbeiten deutlich leiser als die Messerhäcksler und sind vergleichsweise robust, brauchen dafür aber auch länger beim Zerteilen des Materials und kosten mehr. Die zerkleinerten Zweige lassen sich besonders gut zum Kompostieren nutzen, da die gequetschten Holzschnitzel einen guten Nährboden für Mikroorganismen abgeben.

Andere Schneidsysteme arbeiten mit Spindeln, Wendeln, Kegelkopf oder Hammer, zu den weiteren Varianten des Häckslers zählt auch der Buschhacker. Im Handel sind diese Modelle aber seltener zu finden und vergleichsweise teuer.

Leistung und Antrieb

Häcksler sind in verschiedenen Leistungsstufen zu bekommen. Einsteigergeräte mit einem 230-Volt-Elektromotor sind für den Hobbybereich gedacht, für den professionelle Einsatz eigenen sich Starkstromgeräte mit einem 400-Volt-Elektromotor. Schredder mit Verbrennungsmotor werden in der Forstwirtschaft oder bei Gartenbauunternehmen benutzt und sind für den Privatgebrauch eher überdimensioniert.

Damit die Äste nicht so leicht im Gerät steckenbleiben, sollte der Häcksler eine ausreichende Leistung besitzen. Der TÜV-Süd rät dazu, ein Gerät zu wählen, dass über mindestens 2000 Watt verfügt.

Nützliche Zusatzfunktionen und Zubehör

Der Häcksler muss sich gut transportieren lassen und benötigt deshalb leichtgängige Räder. Ein Auffangsack erleichtert die Arbeit und sollte als Zubehör angeschafft werden, wenn kein passender Behälter im Lieferumfang enthalten ist. Damit die Äste leicht aus dem Gerät entfernt werden können, wenn es verstopft ist, sollte der Häcksler einen Rückwärtsgang besitzen.

Um die Sicherheit zu erhöhen, ist ein hoher Einfülltrichter sinnvoll. Der Benutzer darf während des Betriebes nicht an die Walze oder die Messer gelangen. Um die Unfallgefahr zu verringern, muss der Häcksler über einen sicheren Stand verfügen. Ein automatischer Motorstopp im Notfall und ein Wiederanlaufschutz nach einem Stromausfall sollten ebenso selbstverständlich sein wie eine geringe Messernachlaufzeit nach dem Abschalten und ein Überlastungsschutz des Gerätes.

Worauf sonst noch zu achten ist

Für die Arbeit ist es wichtig zu wissen, welcher Astdurchmesser von dem Gartenhäcksler bewältigt werden kann. Die Messer oder die Walze sollten sich möglichst leicht und günstig Auswechseln oder Schärfen lassen. Hier haben die Walzenhäcksler deutliche Vorteile vor den Messerschneidern, weil es länger braucht, bis die Walze ausgewechselt werden muss.

Damit die Sicherheit gewahrt bleibt, hat der Benutzer bei der Arbeit mit einem Häcksler Handschuhe, Ohrstöpsel und eine Schutzbrille zu tragen. Bei der Auswahl des Gerätes sollte darauf geachtet werden, dass die ausgewählte Maschine das GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit oder sogar eine TÜV-Plakette trägt. Ein Blauer Engel zeigt an, dass das Gerät besonders leise arbeitet.

Damit man lange Freude an seinem Häcksler hat, sollte er nach der Arbeit gereinigt werden. Ihn einfach mit Wasser abzuspritzen ist allerdings keine gute Idee, da er auf diese Weise leicht Rost ansetzen kann.

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