Allgemeines
Die 100-jährige Unternehmensgeschichte der AEG ist begleitet von vielen Erfolgen und Misserfolgen. Letztlich aber steht das Unternehmen AEG für grandiose Ideen und ausgezeichnete Designreihen.
Unternehmensgeschichte
Die Geschichte des Unternehmens datiert ins Jahr 1883. Emil Rauh kaufte die Patente an Thomas A. Edisons Glühlampe. Rath gründete eine Studiengesellschaft, die "Deutsche Edison Gesellschaft für angewandte Elektrizität". Im Jahr 1887 holte man den Ingenieur Michail von Dolivio Dobrowolsky ins Unternehmen. Er erfand den Drehstrommotor und verhalf der Drehstromtechnik zur praktischen Anwendung. Die allgemeine Elektrifizierung mit Wechselstrom verhalf der AEG im Jahre 1891 zum wirtschaftlichen Durchbruch. 1903 fusionierten die AEG mit Siemens & Halske, es entstand die Tochterfirma Telefunken, die im Konzern den Bereich der Nachrichtentechnik übernahmen. Als dann 1907 der Architekt Peter Behrens (bekannt als erster Corporate Designer) für die gestalterische Beratung eingestellt wurde, bekam die AEG ein neues Gesicht. Das Unternehmen sollte durch ein unverkennbares und makelloses Design seiner Produkte glänzen.
Die Produktzweige der Gesellschaft weiteten sich in unterschiedliche Bereiche der Elektrotechnik aus. Es wurde in der Starkstromtechnik, der elektrischen Beleuchtung und der Kraftübertragung sowie an elektrischen Bahnen, elektrischen Anlagen, Dampfturbinen und Automobilen geforscht. 1941 erwarb die AEG die Telefunken-Anteile von Siemens & Halske. Nach dem zweiten Weltkrieg wird die Produktion von Sicherungsautomaten und technischen Leuchten wieder aufgenommen. Im Jahre 1962 beschäftigt die AEG rund 127.000 Menschen in Deutschland. Der Jahresumsatz betrug 3,1 Milliarden DM. Im Jahr 1967 folgte die Fusion mit Telefunken. Es entstand die "Allgemeine Elektrizitäts-Gesellschaft AEG-Telefunken". Im Jahr 1970 steht AEG-Telefunken - mit 178000 Beschäftigten - auf Platz 12 in der Weltrangliste der Elektro-Unternehmen. Von nun an aber wurde es problematisch. Baulinien konnten sich nicht durchsetzten, Kooperationen wurden aufgelöst und Produktproduktionen eingestellt. Im Jahre 1972 schüttete die Gesellschaft eine letzte Dividende aus. 1979 folgt die Umfirmierung zur "AEG-Telefunken Aktiengesellschaft". Es folgten Konkurse von Zulieferern, die Auflösung von Tochtergesellschaften und zuletzt - 1983/1984 - der Verkauf des Unternehmens an den französischen Staatskonzern Brandt. Ein Jahr später werden die Unternehmensanteile durch die Daimler-Benz-AG übernommen. Der Schwerpunkt der Produktion wurde auf den Schienenverkehr gelegt. 1994 wird ein Teil der Firma an Electrolux verkauft wird. 1996 beschloss die Daimler-Benz-AG die Auflösung und Löschung des Unternehmens. Der Markenname AEG verschwindet nach und nach, im Jahre 2002 kauft die Electrolux AG die Namensrechte von der Daimler-Benz-Ag.
AEG heute
Seit 1994 ist AEG ein Teil des Haushaltsgeräte -Herstellers Electrolux. In den letzten Jahren wurde ein neuer Slogen entwickelt, um die Traditions-Marke wieder nach vorne zu bringen. Mit „Perfekt in Form und Funktion" werden die Geräte des Unternehmens der heute leistungs- und qualitätsfordernden Gesellschaft präsentiert. Ziel aller Bemühungen ist es, AEG als Topmarke zu positionieren. Seit 2010 bietet das Unternehmen auch Elektrowerkzeuge an. |