Allgemeines
Die Erfolgsgeschichte der weltweit bekannten, kleinen Plastikflitzer begann in den 60er Jahren, als der Spielzeughersteller Neuhierl GmbH & Co. KG die ersten spurgebundenen Autorennbahnen verkaufte. Nachdem das Unternehmen Mitte der Achtziger in Konkurs ging und das Produktsortiment gestrafft worden war, musste es unter neuer Geschäftsleitung betrieben werden. Seit 1999 gehört die Marke Carrera der Stadlbauer Spiel- und Freizeitartikel GmbH, die von Hermann Stadlbauer 1953 in Salzburg gegründet wurde. Die Firma spezialisierte sich seit den frühen 60er Jahren auf die Fertigung und den Vertrieb von Spielwaren. Stadlbauer ist es gelungen, die kleinen Bahnen nicht ausschließlich als Kinderspielzeug zu positionieren. In Deutschland begeistert das “Carrera-Fieber“ seit je her alle Generationen und lässt sie gemeinsam das Abenteurer Motorsport im Wohnzimmer live erleben.
Die Namensgebung kommt aus dem spanischen und bedeutet soviel wie “Rennen“.
Unternehmensgeschichte
1956 kam es in der Spielwarenindustrie zu einer bedeutenden Trendwende. Wurden Spielwaren bislang noch überwiegend aus Blech gefertigt, so gewann der Einsatz von Spritzgussmaschinen für die Herstellung von Kunststoffartikeln immer größere Bedeutung. Auch Josef Neuhierl erkannte seinerseits die Chance und produzierte detailgetreue Fahrzeugnachbildungen aus Kunststoff unter dem Namen Struxy. Die Struxy-Autos waren daher die Vorstufe zu den späteren Rennbahnautos. In England und der USA bereits zum Volkssport avanciert, wurde das unter dem Begriff Slotracing (übersetzt: Schlitzrennen) beliebte Hobby von dem Sohn Hermann Neuhierl aufgegriffen und weiterentwickelt. So konzipierte er eine Rennpiste mit drei vertikal angeordneten Stromleitern und Fahrzeugen, die federnd gelagerte Kupfer-Stromabnehmer besaßen. Neu bei seinem Konzept war der Führungsschlitz auf der Plastikbahn, welche das Fahrzeug in der Spur hielt. Auch konnten zwei Wagen gleichzeitig auf eine Fahrspur fahren, welche durch Universal-Leitkiehle gewagte Powerslides und 360 Grad Drehungen zuließen. Seit der Entwicklung und dem Vertrieb der ersten Carrera 132 Universal-Bahnen in den Jahren 1963 bis 1985 (Maßstab 1:32), bis hin zu den Exclusiv Rennsets im Maßstab 1:24 und den digitalen Rennbahnsystemen der Pro-X Serie, hat sich viel an der Technik und Detailfreude der Rennbahnsets geändert. Das moderne Tampondruckverfahren erlaubt es dem Hersteller exakte Druckkopien der Sponsorenaufkleber auf die kleinen Fahrzeuge zu projizieren. Aus dieser Detailverliebtheit ist ein regelrechter Sammler-Boom entstanden, so, dass weltweit viele Liebhaber und Sammler die aufwendig hergestellten Fahrzeuge lieber in Vitrinen ausstellen, als dem harten Renneinsatz zukommen zu lassen. Innovationen, Sondermodelle, limitierte Auflagen der Rennwagen sowie der Erwerb von Lizenzrechte sichern dem Unternehmen auch weiterhin ein absatzstarkes und zukunftsträchtiges Spielwarensegment.
Carrera-Toys heute
Heute hat sich der Name Carrera als Synonym für Autorennbahnen fest eingebürgert und
der Hersteller Stadlbauer ist eine international führende Firmengruppe in diesem Marktsegment. Das Familienunternehmen beschäftigt derzeit weltweit rund 190 Angestellte in der Zentrale in Salzburg und den Niederlassungen in Deutschland, den USA, Ungarn, Polen sowie in Hong Kong. Im Geschäftsjahr 2008 wurde ein Gruppenumsatz von 140 Millionen Euro erzielt.
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